Ich glaub’ es geht schon wieder los!

Genau zwei Jahre, acht Monate und 271 Tage ist es nun her, seit wir wieder aus Neuseeland zurück sind. Viel zu lange eigentlich, aber es geht halt nicht immer so, wie man es gerne hätte.

Wenn es nur nach uns gegangen wäre, hätten wir in der Zwischenzeit bestimmt noch den ein oder anderen Trip nach Aotearoa gemacht. Aber da hatten einige was dagegen: unsere Arbeitgeber zum Beispiel, aber auch unsere Bankkonten waren irgendwie nicht so recht zu überzeugen.

Aber was soll’s, haben wir uns gedacht, dafür genehmigen wir uns mit dem Eintritt in den Ruhestand – nicht erschrecken, das dauert schon noch ein bisschen – einen Aufenthalt von mindestens einem halben Jahr in Neuseeland. Ein bisschen Recherche hat uns aber dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: so einfach, wie wir uns das gedacht haben, geht es dann doch nicht, da wollen noch ein paar Voraussetzungen erfüllt sein.

Und darum haben wir uns gedacht: verschiebe nicht auf morgen, was Du heute kannst besorgen!

Oder, anders gesagt, Claudia fragte mich – während wir uns wieder mal eine Neuseeland-Doku im Fernsehen angesehen haben und über unsere Silvesterpläne gegrübelt haben – im November 2016, ob ich nicht Lust hätte,  den Jahreswechsel 2018/2019 in Queenstown zu verbringen. Die Antwort kam spontan: “Was für eine Frage, natürlich!”

Und so kam es, dass wir genau heute, drei Jahre, sieben Monate und 226 Tage nachdem wir bei Christine Kroll unsere erste Neuseelandreise gebucht hatten, wieder im Pacific Travel House waren und bei Nicole Piskurek unseren nächsten Trip in das Land der langen, weißen Wolke gebucht haben! Und es war immer noch genauso aufregend, wie beim ersten Mal!

So viel für heute und jetzt, weitere Einträge werden folgen, unser Neuseeland-Blog ist wieder zum Leben erwacht!

Alles neu macht der Mai

Ganz so schlimm, wie es der Beitragstitel vermuten lässt, ist es zwar nicht, aber es hat sich was getan. Vor ein paar Tagen erfuhren wir per E-Mail vom Pacific Travel House, dass die Lufthansa den Flug von Los Angeles nach München gestrichen hat. Die neue Verbindung führt uns von Los Angeles über Frankfurt/Main nach München.

Die Nachricht habe ich auf dem Nachhauseweg kurz auf dem Handy angesehen, habe aber, da ich nur noch 3% Akkuladung hatte, auf das Herunterladen der neuen Buchungsbestätigungen mit den Detailinformationen auf das Handy verzichtet. Das hat dann aber dazu geführt, dass wir uns auf dem Weg von der U-Bahn nach Hause den wildesten Spekulationen hingegeben haben, was das für uns bedeuten könnte. Zum Glück sind es ja nur fünf Minuten zu Fuß.

Zuhause angekommen wurde natürlich sofort die neue Buchungsbestätigung ausgedruckt und mit der alten verglichen und da stand es nun, schwarz auf weiß:

Gestrichener Flugplan

Datum von nach ab an +/-Tag
23.11.14 Los Angeles München 17:35 13:55 +1

Neuer Flugplan

Datum von nach ab an +/-Tag
23.11.14 Los Angeles Frankfurt 15:20 11:05 +1
24.11.14 Frankfurt München 12:15 13:15

Wir landen in Frankfurt am 23. um 11:05 und fliegen am 24. um 12:15 nach München weiter? He, das kann es ja nicht sein, dass wir dann fast 25 Stunden in Frankfurt sitzen.

Tja, wenn man, in dem Fall ich, genauer hinschaut, dann erkennt man aber, dass wir im Endeffekt sogar 40 Minuten früher ankommen, als beim ersten Plan. Das “+1” bedeutet nämlich, dass wir erst am nächsten Tag landen, also beim Abflug von Los Angeles am 23. landen wir am 24. in Frankfurt. Das heisst, auch im alten Flugplan wären wir erst am 24. in München gelandet. Also immer mit der Ruhe und genau lesen, bevor voreilige und gegebenenfalls falsche Schlüsse gezogen werden!

Ihr seht, das passiert nicht nur Claudia sondern auch mir. ;-)

Schau genau!

“Und wenn Sie dann in Los Angeles zwischenlanden, benötigen Sie die Esta.”  ??????? Wie ja schon in dem einen oder anderen Beitrag genannt, ist nun schon klar was Esta ist und wer sie wann und wie benötigt und eben dann auch beantragt.

Jaahaaha, da kann unser freundliches, kompetentes Reisebüro noch so schön die Internetseite klar und deutlich benennen und groß in Kursiv notieren, wenn mein Sturkopf erst mal angeregt ist dann mach ich was ich will. Kurz und gut, ich war zu faul die Adresse nachzulesen und klickte kurz und flott eine deutschsprachige online-Registrierung an, die ich über die mehr als bekannte Suchmaschine gefunden hatte. Datenanfrage logisch und für mich bekannt, wie die bereits früher besuchte Orginalseite (<- die übrigens völlig easy auch in deutsch auszufüllen ist).

Also ich klicke mich frisch und froh durch, fülle flott aus und weil ich ja ungeheuer praktisch und schnell bin, ist zügig auch Achims Antrag ausgefüllt und Korrektur gelesen. Nur noch schnell mit Kreditkarte bezahlt, sämtliche Daten fließen flüssig geübt ins Internet, ein letzter Klick und…! -> 78,00 Euronen bezahlt!

Eine Esta kostet über die Orginalseite 14,00 Euro pro Person, wären also eigentlich 28,00 in unserem Fall gewesen. 50 Euro mehr nur für Dummheit in Kombination mit Faulheit, das wurde mir/uns ziemlich flott (nicht ganz 2 Minuten) klar. Kennt noch jemand das HB-Männchen? Gestern hätte das im Vergleich zu mir wohl ziemlich tiefenentspannt gewirkt.

Diese “Serviceleistung in deutsch, mit Fehlervermeidung durch kompetentes Personal” schlägt mit 25  “Öcken” pro Person zu Buche. Im Klartext leiten sie nur unsere Daten an die Orginalseite weiter. Doch was tun?  Storno lässt alle unsere Daten trotzdem beim online-Serviceleister und ist auch ausschließlich in schriftlicher Form direkt ans Büro zu richten,  per konventioneller Post. Wir erhielten die Esta auch nicht gleich online, wie bei so manchen Bekannten/Verwandten, sondern erst einen Tag später. Immerhin sie ist da, allerdings in einem etwas eigenem Druckformat, doch mit Registriernummer des Antrags.

Na, wir werden das noch mal abklären, ein bisschen Zeit bleibt ja. Und das wunderhübsche Paar Sommerschuhe bleibt erst mal beim Schuh-Dealer meines Vertrauens. :(

Und die Moral von der Geschicht:

“Schau genau!!”

PS: Bei nur 10 genauso Doofen wie mich, machen die in ein paar Minuten 250 Euro!

PSPS: Hat jemand eine völlig banale Idee, mit der man mit der Dummheit und Bequemlichkeit seiner lieben Mitmenschen unheimlich Schotter im Netz machen kann? Bin offen für Ideen.

Meilen über Meilen – es geht weiter

Wir sind ja soooo stolz: wir gehören jetzt dazu! Wir freuen uns wie die Schneekönige! Wir sind nicht länger – gefühlte – Mitglieder zweiter Klasse.

Die geneigte Neu-Leserschaft fragt sich jetzt bestimmt, ob der Autor irgendwelche dubiosen Kekse gefuttert hat oder ob die letzte Entspannungszigarette möglicherweise eine etwas merkwürdige Form hatte, so konisch. Diejenigen unserer Leser, die diesen Blog schon etwas länger verfolgen können vielleicht ahnen, was der Grund für den freudigen Ausbruch ist.

Wir haben heute unsere regulären Miles & More Karten erhalten. Einfach so. Mit der Post. Toll, und so ganz ohne, dass wir bewusst eine erste Prämienmeile gesammelt haben. Und die versprochene PIN war auch dabei, das heißt, ab sofort steht der Meilen-Sammelwut nichts mehr im Wege.

Und was für wunderbare Möglichkeiten wir jetzt haben: die Telekom, zum Beispiel, hat uns mit gleicher Post, ja sogar im gleichen Briefumschlag, einen Haufen Meilen versprochen, wir müssten nur einen kleinen Mobilfunkvertrag abschließen.

Und wir könnten so viele nützliche Informationen erhalten, wenn wir nur ein paar Häkchen im Profil setzten. Wir würden den Miles & More Online Newsletter erhalten, Miles & More Angebote speziell für uns. Man stelle sich das mal vor: speziell für uns, die bekommt sonst niemand! Was die allein an Personal beschäftigen müssen um für alle ihre Teilnehmer individuelle Angebote zusammenzustellen, unvorstellbar! Wir sind nämlich jetzt Teilnehmer von Miles & More, keine Kunden. Deshalb haben wir auch mit der Karte die Teilnahmebedingungen erhalten, nicht etwa die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Und dazu bekämen wir noch Produktinformationen von unserer Airline. Ich wusste gar nicht, dass wir eine Airline haben. Muss ich mal bei Claudia nachfragen, was die so mit unserem Geld macht. Vielleicht hat sie es ja angelegt, irgendwas mit Kranichen, oder so.

Ja liebe Leute von Miles & More, was denkt ihr denn, warum ich diese Häkchen bei der Anmeldung extra abgewählt habe? Bestimmt nicht, weil ich mich nach ein paar Wochen eh nicht mehr daran erinnern kann und das – bestimmt nur gut gemeinte – Angebot gerne annehme. Da muss ich euch leider enttäuschen.

Und während ich hier so vor mich hin schreibe ertönt der Ton für neue Mails: die Antwort von unserer Reisebüro-Dame auf meine Nachricht, dass die Karten jetzt angekommen sind: die Karten wurden akzeptiert, die Flüge wurden eingebucht. Nun bin ich gespannt, wie lange es dauert, bis die Meilen auch im Meilenkonto angezeigt werden, bis jetzt sind sie nämlich noch nicht zu sehen.

Ach ist das nicht alles toll?

Meilen über Meilen

Ist ja schon ziemlich weit weg von “good old Germany”, dieses Neuseeland. Und weil es eben so viele Meilen weit weg ist, dieses Paradies am anderen Ende der Welt, kam mir der Gedanke, dass es wohl fast keine bessere Gelegenheit gibt, um Flugmeilen zu sammeln, als während dieser Reise. Genau gesagt ist es nämlich so weit weg, wie kein anderes Urlaubsziel auf unserem Planeten – die Antarktis zähle ich jetzt mal nicht zu den Urlaubszielen, ich bin ja nicht Prinz Harry, der da mal eben mit seinen Kumpels zum Südpol läuft und sich nebenbei einen üblen Rauschebart stehen lässt, der seiner Omi so gar nicht gefällt. Aber das ist ein anderes Thema.

Da wir bisher nicht gerade zu den Viel- oder Weitfliegern gehörten, war die Anschaffung einer Miles & More Karte für uns kein Thema. Bei insgesamt über 40.000 Flugkilometern jedoch – und das ganze ja für zwei Personen – dachte ich mir, könnte da zumindest ein kleines Goodie drin sein, wenn wir die gesammelten Meilen einlösen. Kostet ja nix, so eine Karte. Wie alle anderen Rabattkarten auch, ist ja im Prinzip nix anderes als Payback oder die Rabattpunkte im Supermarkt. Alles freiwillig und total kostenlos.

Naja, ganz kostenlos ist es dann doch nicht, denn es kostet zumindest mal ein wenig Zeit, sich über die ganze Sache zu informieren und für mich und die Herzallerliebste so eine Karte zu beantragen. Die Rückmeldung kam prompt: wir bekamen postwendend eine E-Mail zugeschickt und wurden herzlich begrüßt und es wurde eine vorläufige Miles & More Papierkarte zum Selbst-Ausdrucken mitgeschickt. Damit wir gleich anfangen können, fleißig Meilen zu sammeln. Beim Blick auf das Meilenkonto dann die nächste Freude: da waren ja schon 500 Meilen drauf!

Ach so, das war nur, weil wir bei der Anmeldung das Häkchen bei “Newsletter” nicht entfernt haben, auch gut. Zum Glück gibt es Filter in Mailprogrammen, die dafür sorgen, dass solche Newsletter direkt in die richtigen Kanäle geleitet werden, damit auch keine der wichtigen Infos verloren geht.

So, jetzt haben wir beide – ja, jeder für sich! – eine kostenlose, schicke, blaue Miles & More Papierkarte. Deren Ausdruck im Übrigen natürlich auch auf unsere Kosten erfolgt ist, soviel zu “kostenlos”, aber sei’s drum. Bei näherer Betrachtung ist sie dann doch nicht ganz so schick, denn die Grafik ist ziemlich mäßig und unscharf, aber egal, Hauptsache die Nummer steht drauf. Das ist ja wohl das wichtigste, um die Früchte der kommenden Sammelwut auf dem richtigen Meilenkonto bunkern zu können.

Damit wir dann auch gleich in den Genuss unserer gebuchten Vielfliegermeilen kommen, habe ich unsere Nummern schnell an die nette Dame im Reisebüro weitergeleitet – sie hatte mir angeboten, unsere bereits gebuchten Flüge für die Meilensammlung einzutragen. Toller Service, danke dafür!

Die Ernüchterung kam dann heute morgen in der Antwortmail aus dem Reisebüro: die Eintragung der Meilen hat nicht geklappt, was möglicherweise daran liegt, dass es sich um vorläufige Papierkarten handelt. Aha! Dass die Karten vorläufig sind war mir klar, steht ja auch so drauf, aber dass dann die Nummern auch nicht gelten, bzw. nicht funktionieren, war mir so nicht bewusst.

Also habe ich auf der Webseite mit den Meilen und Mehr nachgeforscht und nach einiger Zeit (die mich ja bekanntermaßen außer eben dieser nichts kostet) herausgefunden, dass zur Nutzung der Onlineservices (damit kann man gesammelte Meilen eintragen) eine PIN erforderlich ist, die man aber erst mit der regulären Karte erhält.

Gut, und wann bekomme ich diese reguläre Karte? Wann bin ich ein richtiger, vollwertiger Meilensammler und gehöre auch zu den “Großen”? Wann darf ich mit der knappen Bemerkung “Meilen auf die Karte!” – innerlich stolz, aber ohne erkennbare Emotion nach außen zu zeigen, die Kleine am Schalter soll ja merken, dass es eher eine lästige Pflichtübung, als eine Bitte ist – meine Karte hinlegen? So wie die anderen tollen Vielflieger-Hechte – ach nein, es heißt ja “Frequent Traveller” oder noch besser “Senator” oder am besten “HON Circle Member”, also Mitglied des Kreises ehrenwerter Personen.

Ah, da steht es ja: sobald die erste Prämienmeile bei einem der Partner gesammelt und auf dem Meilenkonto gutgeschrieben wurde wird die reguläre Miles & More Servicekarte und die persönliche PIN automatisch übersandt. Verflixte Technik, ist das genial! Automatisch! Und sogar “sobald”!

Aber halt: für die Produktion und den Versand werden ca. zwei Wochen veranschlagt, das heißt “sobald” bedeutet also mindestens zwei Wochen. Vermutlich werden die Karten irgendwo in einem Billiglohnland produziert, damit sie auch weiterhin kostenlos abgegeben werden können, und von dort dauert der Versand halt etwas länger.

Aber wie ich oder die freundliche Reiseverkehrskauffrau im Pacific Travel House jetzt unsere bereits gesammelten Meilen gutschreiben lassen können habe ich noch immer nicht herausgefunden: zur Gutschrift der Meilen benötige ich nämlich die PIN, die ich bekomme, wenn die erste Gutschrift erfolgt ist, die ich dann machen kann, wenn ich die PIN habe, die ich vierzehn Tage nach der ersten Gutschrift zusammen mit meiner regulären Servicekarte automatisch erhalte, nachdem die erste Gutschrift….

Erinnert mich irgendwie an das Haus, das Verrückte macht in Asterix erobert Rom oder an Reinhard Meys Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars.

Für die, die es nicht kennen: sucht mal nach “Asterix Passierschein A38” (das Youtube-Video wurde leider gesperrt).

Und hier noch der Antrag auf Erteilung des Antragsformulars:

Mal ein kurzer Blick in den Geldbeutel

Ich habe mich heute mal hingesetzt und einfach aus Neugier so überschlagen, was wir bis jetzt schon ausgegeben haben, ohne dass wir uns Neuseeland körperlich auch nur einen Meter genähert haben. Gut, wer mich kennt, weiß, dass ich die bisherigen Ausgaben natürlich nicht einfach nur so zusammengesammelt und im Kopf schnell überschlagen habe, sondern mir eine Tabelle gebastelt hab, die das alles dann zusammenrechnet. So bin ich eben. ;-)

Klingt vielleicht ein bisschen nach Kontrollfreak und Buchhalter, aber ich finde es ganz interessant, zu wissen, wo denn die ganze Kohle so hinwandert. Der größte Posten in der Rechnung ist momentan – und wird es auch hinterher bleiben – die (An-)Zahlung an das Reisebüro. Klar, denn da sind schon sehr viele Positionen enthalten: alle Flüge inkl. Steuern und Gebühren, der Camper, sowie die vorgebuchten Übernachtungen in Auckland und auf Rarotonga.

Dazu kommen noch so kleine Nebengeräusche wie das im ersten Beitrag schon erwähnte GEO Heft, eine wasserfeste Landkarte für den Überblick, der Reiseführer Neuseeland von Stefan Loose und aus der WOMO-Reihe das Buch “Mit dem Wohnmobil durch Neuseeland” (Anm.: mittlerweile gibt es für Neuseeland zwei Bücher in der WOMO-Reihe: Teil 1 – Nordinsel und Teil 2 – Südinsel).

Und irgendwann, sogar noch vor jenem besagten Abend, habe ich mal Bernd Häuslers Buch Neuseeland pur gekauft. Dort beschreibt er in Form von E-Mails an seinen, in Deutschland lebenden Kumpel Hans seinen neunmonatigen Aufenthalt mit seinem Motorrad in Neuseeland. Inklusive Jobben und Reisen.

Macht alles in allem schnell mal gut 3.950,- Euro. Puh!

Das gewisse Extra

Eigentlich hatten wir uns ja vorgestellt, die ganze Zeit, die uns für den Urlaub zur Verfügung steht auch direkt in Neuseeland zu verbringen, abzüglich der An- und Abreise natürlich. Aber meistens kommt es eben anders, als man denkt.

So haben wir auf der Webseite vom Pacific Travel House unter den Reisevorschlägen einen gefunden, der uns auf Anhieb gefallen hat: als Abschluss einer 17-tägigen Rundreise mit dem Camper werden noch sechs Übernachtungen auf Rarotonga, einer der Cook Islands, angeboten! Das klingt doch mal ausgesprochen gut, dachten wir uns. Also haben wir mal nachgefragt und prompt wurde uns von der netten Sachbearbeiterin ein individuelles Paket zusammengestellt.

So können wir statt am Dienstag bereits am Samstag vorher in München abfliegen, was uns insgesamt eine zusätzliche Nacht in Auckland, neunzehn Tage Camperrundreise und eine zusätzliche Nacht auf Rarotonga beschert. Die Freude war groß, als sich auch noch herausstellte, dass alles noch innerhalb unseres geplanten Budgets bleib. Da war sogar noch so viel Luft vorhanden, dass wir uns im Palm Grove Resort anstatt der Garden Studios den Luxus der Beachfront Studios gegönnt haben.

Jetzt geht’s langsam an’s Eingemachte

Will heißen, jetzt will das Reisebüro Kohle sehen, die Anzahlung wird fällig. Wir haben bei der Buchung mit der netten Dame abgeklärt, ob wir auch mit Kreditkarte zahlen können, was natürlich kein Problem war. Sie machte uns lediglich darauf aufmerksam, dass sie bei KK-Zahlungen eine Bearbeitungsgebühr von 1,6% des Reisepreises verlangen werden.

Der Grund, warum wir mit der Kreditkarte zahlen wollen ist der, dass bei unserer Karte die Reiserücktritts- und abbruchsversicherung eingeschlossen ist, wenn der gesamte Reisepreis mit der Kreditkarte bezahlt wird und die Reise insgesamt nicht mehr als 10.000 € kostet. Die Vergleichsberechung zu einer Bezahlung in bar oder mit Überweisung und dem Abschluss einer zusätzlichen Reiserücktrittsversicherung ergab, dass die Variante mit der Kreditkartenzahlung im Ergebnis günstiger ist.

Etwas ernüchternd war dann jedoch der Moment, als ich festgestellt habe, dass der regelmäßige Verfügungsrahmen der Kreditkarte für die Anzahlung plus der Zahlung der Flugtickets nicht ausreichen würde. Warum ich die Flugtickets denn schon jetzt und nicht erst kurz vor Reiseantritt kaufe? Weil ich damit vermeiden will, dass die Fluggesellschaften wegen gestiegener Kerosin- oder ähnlicher Steuern den jetzt aktuellen Flugpreis bis zum Kaufzeitpunkt noch erhöhen. Was ich habe, habe ich, denke ich mir. Dieser Schuss kann natürlich auch nach hinten losgehen, aber ich rechne mal nicht damit, dass die Flugpreise bis zum Abflug sinken werden. Und wenn doch ist ärgern angesagt.

Wegen des Verfügungsrahmens habe ich dann direkt meine Kreditkartenbank angerufen und für die nächste Abrechnung eine temporäre Erhöhung beauftragt, was kein Problem war. Bei dem Gespräch gab mir der Sachbearbeiter dann auch noch ein paar nützliche Tipps für die Vorbereitung der Reise:

  • Rechtzeitig vor Reiseantritt sollten wir bei der Bank Bescheid geben, dass wir uns für eine längere Zeit im Ausland befinden. Dies wird dann bei unserem Konto vermerkt um die interne Sicherheitsprüfung, die bei unvermitteltem und vermehrtem Auslandseinsatz einer Karte schon mal zu einer Sperrung wegen Betrugs- oder Diebstahlsverdacht führen kann, zu “beruhigen”.
  • Er gab mir auch den Tipp im Vorfeld der Reise das nötige “Verbrauchsgeld” auf das KK-Konto zu überweisen, da die Bargeld-Abhebung in Neuseeland mit der Kreditkarte dann kostenlos ist und außerdem keine Umrechnungsgebühren von Neuseeländischen Dollars zum Euro anfallen.
  • Zur Bargeldabhebung ist natürlich die PIN notwendig, die wir dann auch tunlichst nicht vergessen sollten! ;-)

Soweit so gut, und gerade eben sind die Flugscheine als elektronische Tickets schon im Mailpostfach gelandet!

Wir haben es getan!

Es ist tatsächlich wahr geworden: heute waren wir im Reisebüro Pacific Travel House in München und haben unsere Reise nach Neuseeland gebucht! Mann, war das aufregend. Klar, für jemanden, der öfter mal quer über den Globus unterwegs ist und bei dem Reisen ans andere Ende der Welt zur Normalität gehören hört sich das vielleicht gar nicht mal so aufregend an. Aber bei uns hat das schon einen gewissen Kick gesorgt.

Aber nun mal langsam und von Anfang an. Wie, um alles in der Welt, kommt man auf die Idee, nach Neuseeland zu reisen? Naja, bei uns ergab sich das eigentlich ganz einfach und ziemlich spontan. Wir haben Anfang Dezember 2012 zusammen mit vier Freunden aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands, mit denen wir uns ein- bis zweimal im Jahr getroffen haben, ein gemütliches Wochenende verbracht.

GEO Special Neuseeland Eines der Gastgeschenke für das Gastgeberpaar war eine Ausgabe der Zeitschrift GEO Special vom Oktober/November 2009, da Neuseeland bei den beiden seit langem auf dem Reiseplan stand. Und so kam es, wie es kommen musste: neugierig, wie ich bin, habe ich das Heft natürlich auch durchgeblättert, als sich die Gelegenheit ergab. Und es war um mich geschehen!

Wir waren ohnehin dabei, uns Reiseziele für unseren Jahresurlaub zu überlegen und so wurden wir uns relativ schnell einig, dass es Neuseeland sein sollte. Da man aber nicht mal so eben ans andere Ende der Welt fliegt – wir zumindest nicht – bedurfte es dann schon einiger grundsätzlicher Überlegungen, wie sich denn unsere spontane Idee realisieren ließe. Doch dazu in späteren Beiträgen (Rückblick) mehr. Die Grundsatzentscheidung war gefallen.